Burnout – eine Modeerscheinung?

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Liebe/r LeserIn,

diese Frage kann ich Ihnen so auch nicht ohne weiteres beantworten. Da muss ich Sie enttäuschen…

Doch die Tatsache, dass immer mehr Burnout-Fälle identifiziert zu werden scheinen, ist sicher eine Sache der Zeitqualität. Sonst käme es ja nicht so häufig und geballt vor.

Ich begebe mich einmal auf eine kleine Spurensuche…

Was machen wir – unsere Gesellschaft – heute anders, als vor 20 oder 30+ Jahren? Gearbeitet, auch viel gearbeitet, wurde doch schon immer. Unternehmer, Führungskräfte und Betriebsleiter, Kanzleien und Praxen gibt es nicht erst seit gestern – wie auch die Arbeit und der Druck, der damit zusammenhängt. Doch was ist anders? Ein Tag hat nach wie vor 24 Stunden; daran hat sich nichts geändert. Was also sonst könnte es sein?

Leben wir gegen unsere inneren Uhren? Arbeiten wir zwar für andere, aber gegen uns selbst? Natürlich ist es toll, sich für etwas wirklich zu begeistern, voll und ganz dabei zu sein. Vor allem für das eigene Unternehmen! Und selbstverständlich wollen/müssen wir vollen Einsatz bringen, um etwas zu erreichen. Denn der “Laden” soll ja gut laufen, Gewinn abwerfen, wachsen und gedeihen. Und doch… Was ist anders?

Was auffällt, ist:
Wir sind viel mehr technisiert, stärker vernetzt durch die neuen Technologien, sind allzeit erreichbar via Internet und E-Mail. Da besteht natürlich die Gefahr, sich keine Pausen und Ruhezeiten zuzugestehen und eher fremd- als selbstbestimmt zu agieren.

Dazu kommt dann noch die Geschwindigkeit. Alles geht rasend schnell. Wo früher die Deutsche Post für den Schriftverkehr (= Papier-Post) mehrere Tage benötigt hat, geht das heute elektronisch in Sekunden. Wenn ich mich diesem hohen Tempo permanent anpasse, laufe ich Gefahr, mich selbst zu überholen. Das Hamsterrad läuft so schnell, dass noch nicht einmal Zeit ist, zu spüren, dass ich Stress ausgesetzt bin.

In den heutigen Zeiten, wo jede/r am besten vom Anforderungsprofil her muli-multi-multi-taskingfähig sein sollte, spielend leicht mehrere Aufgaben am Schreibtisch sitzend gleichzeitig jonglieren können sollte, ist es dann  verwunderlich, wenn ein auf solche Art überfordertes Körpersystem zu streiken beginnt? Wundert Sie das wirklich?

Es fängt relativ klein und leicht an; den wenigsten fällt es bewusst auf. Hier mal ein bisschen was vergessen, da sich überfordert fühlen, dort ein paar Fehler machen und öfters schlecht gelaunt sein.

“Nun ja”, denkt sich der Mensch: “das kann ja mal vorkommen. Ich bin eben nicht perfekt. Aber das sollte nicht öfters vorkommen! Das nächste Mal sollte ich doch besser aufpassen!”
Und er macht wahrscheinlich erst einmal weiter wie bisher…

Damit möchte ich keinesfalls aussagen, dass kleine Konzentrationsschwächen sofort einen drohenden Burnout bedeuten! Doch – um es mal untertrieben zu formulieren – es schadet nicht, bewusst mit sich, seinem Arbeits- und Freizeit-Verhalten umzugehen und dieses durchaus öfter mal zu hinterfragen:

  • Wann/wo habe ich Aktivitäten, die mir Spaß und Freude machen und wo ich auftanke?
  • Muss das Arbeiten am Wochenende oder abends wirklich sein? Müssen Mails etc. jederzeit gecheckt werden?
  • Wie hoch ist meine Aufmerksamkeit und Konzentration, wenn ich mit meiner Familie/Freunden etwas unternehme? Bin ich in meinen Gedanken voll dabei – oder bei meiner Firma und deren oder anderen Problemstellungen?
  • Kann ich überhaupt voll und ganz entspannen?
  • Wo und wie schaffe ich das am besten? Was tut mir gut?
  • Mache ich das oft genug oder ist das ausbaufähig?
  • Genehmige und nehme ich mir tatsächlich die Zeit, meine Hobbies und das, was mir wichtig ist, zu tun?

Es geht hier also – wie es vom Fachbegriff her so schön heißt – um die
Work-Life-Balance

Mein Gratis-Selbsthilfe-Tipp für Sie:
Eine “Schnell-Meditation” – umsetzbar: jederzeit und überall.

Sie brauchen sich nur 5 Minuten in Ruhe hinzusetzen, die Augen zu schließen und ganz bewusst Ihren Atem beim tiefen Einatmen und Ausatmen wahrzunehmen. Konzentrieren Sie sich voll und ganz auf den Atem: wo fließt er leicht, wo stockt er? Es geht nur ums Wahrnehmen. Kein Leistungsdruck, kein Ziel, kein Muss.

Über unseren Atem sind wir sofort vollkommen im Jetzt und können ganz leicht das Vorherige und das Kommende ausblenden. Sie werden sehen, wie sie sich frisch, munter und energetisiert fühlen. Probieren Sie es einfach aus!

Aus medizinischer Sicht wird so übrigens der Organismus mit viel Sauerstoff versorgt, also auch Gehirn und Herz! Sehr konzentrationsfördernd und gesund!

Achtung!
Dieser Tipp könnte einen Sucht-Faktor haben! 🙂

Habe ich Sie etwas sensibilisieren können für Ihr achtsames Umgehen mit sich selbst, um sich Ihre Arbeitskraft, Ihre Lebensfreude und Ihre Motivation dauerhaft zu erhalten? Ich freue mich auf Ihre persönliche Meinung und Ihre Erfahrungen – gerne auch anonym oder mit Initialen.

P.S.:
Für mehr Information zum Thema gibt es bei Wikipedia in diesem Falle auch weiterführende Links zu Studien.
Hier finden Sie die Definition des Burnout-Syndroms von Wikipedia.

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